Chaetonotus (P. ) cordiformis
190 µm - 225 µm
Breite:
30 µm - 54 µm
Kopfbreite ( fünflappig ):
30 µm - 32.5 µm
Halsweite:
20 µm - 21 µm
Furkalänge:
30 µm - 31 µm
Haftröhrchen:
75% der Furka
Pharyx ( terminal leicht geschwollen ):
31 µm - 40 µm
Munddurchmesser ( rund ):
unbekannt
Dorsale Schuppen:
7 Reihen mit fe 20 dünnen, querovalen bis verkehrt herzförmigen Schuppen, die sich nur wenig berühren; Stacheln (10-39 µm) entspringen etwas hinter Schuppenmitte; Nebenspitze relativ weit vom distalen Ende entfernt; drei Paar lange laterale Stacheln (34-46 µm) überragen die Zehen um das doppelte ihrer Länge; zwischen den Zehen 3 dorsale Stacheln, die die Zehen etwas überragen
Ventrale Schuppen:
Ventrales Zwischenfeld mit +11 Reihen kurz bestachelter winzigen Schuppen
Ökologie:
Moorgewässer, zwischen Falllaub; häufig
Ähnliche Arten:
C. (P. ) heideri : Stacheln sind abgeknickt;
Besonderheiten:
Brutpflege: dekorieren der Eier mit Detritus; var. bernensis hat keine Nebenspitzen
Fundorte:
Ch. cordiformis zeigt im Querschnitt den typischen Aufbau limnischer Gastrotrichen. Auffallend sind die relativ wenigen, langen und stark gebogenen Schuppenstacheln:
Ch. cordiformis: Querschnitt
In der Seitenansicht zeigt sich die enorme Länge der mit einer Nebenspitze versehenen Stacheln:
Ch. cordiformis: Seitenansicht
Diese langen Stacheln erschweren es sehr, gute Fotos von den Tieren zu machen, da das Festlegen der Tiere mit dem Deckglas die natürliche Anordnung der Stacheln stark stört. Deshalb sollte versucht werden, das Erscheinungsbild der Tiere freischwimmend zu erfassen:
Ch. cordiformis: freischwimmendes Exemplar mit Fokus auf die Schuppenstacheln
Hochauflösende Aufnahmen werden erst bei etwas gepressten Tieren möglich. Erst hier wird die rundliche Schuppenform mit den mit einer Nebenspitze versehenen Schuppenstacheln sichtbar. Die Nebenspitze sitzt relativ weit von dem Stachelende der Tiere entfernt.
Ch. cordiformis: Stachelschuppen mit Nebenspitze
Viele der gefundenen Exemplare wiesen eigenartige kugelförmige Körper im Inneren auf, die ich für (Dauerformen? von) Parasiten halte:
Ch. cordiformis: kugelförmige Einschlüsse
Die Schuppen der Tiere sind erst nach dem Ablösen gut beurteilbar. Hier erkennt man die namesgebende “Herzform” der rundlichen Schuppen mit Einbuchtung:
Ch. cordiformis: herzförmige Schuppen
Ch. cordiformis ist einer der wenigen Gastrotrichen, der nach der Eiablage eine Art “Brutpflege” betreibt. Nach der Eiablage transportiert die Mutter Detritus aus der Umgebung des Ablageortes in Ihrem Pharynx zum EI und klebt dieses Material an die Eischale. Im Ergebnis werden die Eier vollständig von Detritus bedeckt und durch ihn vor Feinden geschützt:
Ch. cordiformis: Brutpflege - Film durch anklicken starten
(Greuter, 1917)